Übergewicht und Krebsentstehung

Zusammenhang Übergewicht und Krebsentstehung

Übergewicht/Adipositas erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken. Dies gilt aber nicht gleichermaßen für alle Krebserkrankungen: eine eindeutige Risikoerhöhung  besteht für Krebserkrankungen von:

  • Dickdarm und Enddarm
  • Bauchspeicheldrüse
  • Speiseröhre (bestimmte Formen)
  • Leber
  • Gallenblase
  • Eierstöcke
  • Gebärmutterschleimhaut
  • Niere
  • Prostata (fortgeschrittenen Krankheitsstadien)
  • Brust (nach der Menopause)

 

Beim Brustkrebs gilt dies nur für die Erkrankungen bei Frauen nach der Menopause, die allerdings die überwiegende Mehrzahl von Brustkrebs ausmachen.

Für weitere Krebsarten ist der Zusammenhang zwischen Übergewicht/Adipositas und einer Risikoerhöhung nicht ausgeschlossen, aber auch nicht bewiesen, u.a. beispielsweise für Krebserkrankungen an Blase, Gebärmutterhals, Haut, Hoden und Schilddrüse.

Ein erhöhter Bauch- bzw. Taillenumfang erhöht – unabhängig vom Körpergewicht – das Risiko für Krebserkrankungen der Gebärmutterschleimhaut, von Dick- und Enddarm sowie der Brust (nach der Menopause).

Vorbeugung für Gesunde durch Normalgewicht oder Gewichtsreduktion

Wenn Sie normales Gewicht haben, dann halten  Sie es. Wenn Sie Sie zu viele Pfunde auf die Waage bringen, dann kann es  durchaus empfehlenswert sein, im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine Gewichtsabnahme anzustreben.

Seien Sie „so schlank wie möglich innerhalb des Normalgewichtsbereichs (Opens internal link in current windowBMI 18,5-24,9 kg/m²)“, dies rät der World Cancer Research Fund (WCRF) zur Vorbeugung von Krebserkrankungen. Ein normales Gewicht bzw. eine Verringerung von Übergewicht kann zudem der Entstehung von weiteren chronischen Erkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes) vorbeugen.

Bei Adipositas, also ab einem BMI von 30 kg/m², wird generell eine Gewichtsabnahme empfohlen (Deutsche Adipositas-Gesellschaft = DAG). Bei geringerem Übergewicht, BMI 25 - 29,9 kg/m², kann eine Gewichtsabnahme in bestimmten Fällen sinnvoll sein, z.B. wenn weitere Erkrankungen bzw. Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Typ 2 Diabetes vorliegen (DAG).

Wichtig ist, dass Sie sich ein realistisches Ziel setzen: Normalgewicht ist für viele Betroffene kaum zu erreichen. Wie viel Sie tatsächlich „schaffen“, hängt u.a. von Ihrem Ausgangsgewicht ab, meist ist eine Gewichtsabnahme um ca. 5-10 % im Rahmen der Möglichkeiten.

Wenn Sie Gewicht abnehmen wollen und an einer Erkrankung leiden, dann sollten Sie dies immer mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen. Außerdem sollte eine Gewichtssenkung (Ernährung und Bewegung) immer unter Öffnet internen Link im aktuellen Fensterprofessioneller Anleitung und Begleitung stattfinden (Ernährungsmediziner/innen, Ernährungsberater/innen, Ärztinnen, Ärzte).