Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel und Krebs

Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte, die dazu dienen, die Zufuhr von Nährstoffen zu „ergänzen“, entweder weil wir über die normale Kost zu wenig erhalten oder weil der Bedarf für solche Nährstoffe z.B. bedingt durch Krankheiten erhöht ist. Eine solche Situation liegt aber bei den meisten Menschen mit einer Krebserkrankung nicht vor, sodass die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln meist überflüssig ist.

Bei einer schweren Krebserkrankung kann es gelegentlich sinnvoll sein, solche Mittel einzunehmen. Dies sollte aber stets mit dem betreuenden Arzt besprochen werden. Grundsätzlich ist eine kritische Auseinandersetzung mit Nahrungsergänzungsmitteln zu empfehlen, nicht zuletzt deswegen, weil die Einnahme solcher Supplemente auch mit Risiken belastet sein kann. So ist bekannt, dass β-Carotin bei Rauchern das Lungenkrebsrisiko erhöht oder dass Selen Diabetes und Herzkreislaufkrankheiten begünstigt. Im Verlauf einer Chemotherapie sollten auch keine Antioxidantien (z.B. Vitamin C und/oder E) eingenommen werden, weil sie möglicherweise die Wirkung der Medikamente abschwächen.